Der Weg zur ZHdK (1/2) – Das Portfolio

Nun, da das Aufnahmeverfahren vorrüber ist, dachte ich mir, dass es für einige potentielle Bewerber womöglich spannend sein könnte zu erfahren was in der Mappe alles enthalten war. Dieser Post ist auch dazu gedacht meine gesammelten Erfahrungen während der Portfoliozeit niederzuschreiben, sodass andere bei ihrer eigenen Bewerbung vielleicht davon profitieren können. Versteht mich bitte nicht falsch, dies soll keine Anleitung zur Anmeldung sein, sondern lediglich meinen eigenen Arbeits- und Lernprozess während der Portfoliozeit widergeben.

Da das Thema recht umfangreich ist, habe ich beschlossen es in zwei Teile zu gliedern. Im Ersten stelle ich kurz die Projekte aus meiner Mappe vor, im Zweiten werde ich versuchen zu dokumentieren was genau ich bei dem ganzen Anmelde- und Prüfungsprozess gelernt habe.

Die Mappe selbst wollte ich zunächst sehr aufwändig gestalten, etwa eine Box mit verschiedenen Fächern für jedes einzelne Projekt. Mein Zeichnungslehrer riet mir allerdings davon ab ein Portfolio abzugeben, welches zu kompliziert und unhandlich ist. So entschied ich mich schlussendlich für eine simple A2-Mappe, wo ich die Bilder, welche ich für die Projekte angefertigt hatte, auf hochwertiges Papier ausdruckte und diese dann zugeschnitten auf A2-Kartons anbrachte. Die Dokumentation der Arbeit war in Form eines quadratischen Booklets auf der ersten Kartonseite befestigt. Insgesamt reichte ich vier Projekte und die Hausaufgabe (zum Thema „Do it yourself“) ein. Anbei folgt eine Auflistung mit kurzen Erläuterungen zu den jeweiligen Arbeiten.

Axolotl – Eigenartig, einzigartig

Bei diesem Projekt wollte ich ein Tier, welches ich bis dato nicht kannte, studieren und dessen Eigenarten illustratorisch dokumentieren. Ich stellte mir dabei vor, Illustrationen für ein Magazin, wie etwa National Geographic oder Geo anzufertigen und zog entsprechend diese Magazine zu Rat um eine passende Komposition, ein ansprechendes Farbschema etc. zu wählen. Überdies versuchte ich mich an Künstlern wie Charles R. Knight und James Gurney zu orientieren. Das Projekt umfasste insgesamt drei Illustrationen und einige Skizzen und Studien zu Axolotl und seinem Lebensraum.

axolotl

Plant Journal

Die Idee hier war es einige Beispielseiten zu einer Art Herbarium zu gestalten. Dazu vereinbarte ich einen Termin mit den Leuten der Stadtgärtnerei Zürich, welche mich freundlicherweise einige Blätter und Blüten aus ihrem Tropenhaus mit nach Hause nehmen liessen. Diese skizzierte ich dann zunächst und suchte anschliessend mehr Informationen zur jeweiligen Pflanze. Nach der Gestaltung verschiedener Konzepte, enstanden schlussendlich drei Illustrationen für dieses Projekt.

begoniarex

Unterwegs mit dem Skizzenbuch

Da ich viel und oft mit dem Skizzenbuch unterwegs bin, erhielt ich beim Mappengespräch den Rat dies ins Portfolio miteinzubeziehen. Einerseits ist es spannend die Entwicklung über mehrere Monate hinweg zu beobachten, andererseits erlauben die Skizzenbücher aber auch einen Einblick in die Vorlieben und Interessen des Zeichners. Insgesamt reichte ich vier Skizzenbücher ein, wobei aber in jedem fünf Lesezeichen die „wichtigsten“ Seiten markierten um die Durchsicht zu erleichtern.

Sammelillu 1

Auftragsarbeiten

Das vierte Projekt beinhaltete verschiedene Auftragsarbeiten, welche ich zuvor für diverse Kunden erstellt hatte. In der Dokumentation erläuterte ich mein Vorgehen beim Erstellen einer solchen Illustration anhand verschiedener Skizzen und Studien. Insgesamt beinhaltete das Projekt drei Illustrationen und deren Enstehungsprozess.

Evoc

Hausaufgabe – Do it yourself

Die Hausaufgabe wurde knapp zwei Wochen vor dem Abgabetermin des Portfolios (und damit auch der Hausaufgabe) veröffentlicht. In der Beschreibung wurde zudem klar festgelegt, worauf genau man, je nach Studiengang, Gewicht legen sollte. Ich jonglierte mit verschiedenen Ideen, bis ich mich schlussendlich für eine Art „Lehrcomic“ entschied. Der Gedanke dahinter war, dass in vielen Magazinen (wie National Geographic, Science Illustrated, Welt der Wunder, etc.) stets verhältnismässig lange Artikel enthalten sind, welche durch einige wenige Illustrationen verdeutlicht/veranschaulicht werden. Meine Idee war es aus dem Artikel eine Art Comic zu gestalten, der dem Leser den Zugang zum Thema vereinfacht. Dies könnte etwa in „wissenschaftlichen“ Magazinen für Kinder (Spick, Geolino, etc.) genutzt werden. In besagtem Comic ging es um eine Person, welche auf einer Insel strandet und in der Wildnis überleben muss. Die Person sieht sich mit diversen Problemen konfrontiert und überlegt dabei, was Sie gelernt hat und wie ihr dieses Wissen helfen könnte auf der Insel zurechtzukommen. Das „Wissen“ wird dabei als eine ausgearbeitetere Illustration (mit möglichst wenig Text) dargestellt. Das Projekt umfasste insgesamt zehn Seiten.

kot_illustration

Der zweite Teil folgt in wenigen Tagen.

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